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Zusammenarbeit im Fokus – mit Gärtnern allein ist es nicht getan

Wie viele tolle Ideen haben Sie, aber bekommen sie in Ihrem Unternehmen nicht auf die Straße? Wie oft wünschen Sie sich, dass Ihr Team mehr mit Ihnen an einem Strang zieht und alle zusammen dafür brennen, das Beste aus einem Projekt herauszuholen?

Wenn ich mir meine Erfahrungen in Unternehmen anschaue, dann bleiben leider viele tolle Ideen auf der Strecke. Viel zu selten ist die Zusammenarbeit wirklich gut. Ich glaube: Eigentlich wünschen sich viele Entscheider und Mitarbeiter in Unternehmen, dass es bei ihnen so läuft wie bei mir gerade …

Was da läuft und warum eigentlich Gärtnern? Und was Sie daraus für Ihr Unternehmen mitnehmen können? Folgen Sie mir bitte in den Market Garden …

Der Market Garden Planner – unser Start-up

Die Idee zu unserem „Market Garden“ hatte mein Sohn. Schon seit Jahren hat er sich in einer Gartenanlage eine Parzelle gewünscht. Warum? Partylocation und Gemüseanbau – das war seine Antwort. Was ist daraus entstanden? Weniger wilde Partys als eine wachsende Leidenschaft für den Pflanzenanbau. Stellenweise standen 300 Pflänzchen zum Vorziehen bei uns im Wohnzimmer. Mein Sohn trug sie raus in die Sonne, wieder rein, damit sie nicht zu viel Sonne bekommen. Um dann anschließend die Pflänzchen auf dem Acker großzuziehen und das Gemüse zu ernten.

Er hat damit einen Marktgarten im Mini-Format geschaffen. Bei dieser Anbauform geht es darum, möglichst nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft – gesund und nachhaltig – zu arbeiten und das Gemüse auch lokal meistens als Abo-Kiste zu vertreiben. Marktgärtnereien existieren seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Es gibt immer mehr Menschen, die damit ihren  Lebensunterhalt bestreiten.

Für diese Menschen ist das Start-up meines Sohnes da, das wir Eltern neben unserer Hauptarbeit unterstützen (und für das wir nun auch eine Förderung erhalten).

Echte Zusammenarbeit – echte Wertschöpfung

Für mich persönlich ist unser Start-up wie ein Brennglas auf das, was ich bisher gelernt habe und was ich als wesentlich für gute Zusammenarbeit ansehe. Ich liebe es, wie sich für mich viele Elemente zusammenfügen, die leider in Unternehmen oft getrennt sind. Ich liebe es, meinen Teil dazu beitragen zu können.

Ein ganz wesentliches Element ist der Fokus auf ein zentrales Problem, das es zu lösen gilt. Das Problem, das wir mit unserem Start-up lösen, ist, dass viele Marktgärtner unheimlich viel Zeit für den Acker brauchen und für das Business bleibt zu wenig Zeit, es fehlen die Ressourcen. Diese tolle Idee bleibt dann auf der Strecke, weil die Wertschöpfung fehlt. Unser Start-up, das im Kern aus einer App besteht, die dafür sorgt, dass Marktgärtnereien beim Anbau und beim Business unterstützt werden, so dass sie wirtschaftlich arbeiten können, löst dieses Problem.

Dieser Fokus auf das zentrale Problem, und der ist etwas, was mich schon immer bei meiner Arbeit antreibt, die neugierige Suche nach dem Kern, wirkt sich mehrfach positiv aus.

Wenn dieser Fokus fehlt, dann wird es bei Ihnen im Unternehmen auch an der intrinsischen Motivation der Leute fehlen, weil sie nicht so genau wissen, warum sie tun was sie tun. In einem Start-up wie unserem ist dieser Fokus da: Wir brennen für die Sache, jeder ist konzentriert auf die Lösung des Kernproblems.

Dieser Fokus ist auch eine wichtige Komponente guter Zusammenarbeit: Er ist das verbindende Glied zwischen den motivierten Menschen. Er hilft, Überflüssiges Wegzulassen (etwa unproduktive Meetings), weil er Ihnen einen Rahmen bietet.

Jeder von uns dreien, mein Sohn, mein Mann, ich, hat sein normales Business. Unsere Zeit, unsere Ressourcen, sind also begrenzt. Die am Kern orientierte Zusammenarbeit, die wir aber bei unserem Start-up praktizieren, sorgt dafür, dass wir unser Projekt auf die Straße bekommen. Mit einem grünen Daumen, mit Gärtnern ist es nicht getan – erst durch die gute Zusammenarbeit entsteht wirklich etwas, das trägt.

Ihre Carolin Salamon

 

PS: In den nachfolgenden Blogs lesen Sie mehr über verschiedene Elemente, wie Zusammenarbeit gelingt und echte Wertschöpfung möglich wird. Zum Beispiel mit Blick auf „Themenhopping“ oder „Mammut-Meetings“ .

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